Lecture: Sedes Pacis Martis Austriaci seu Palatium et Hortus Serenissimi Principis Eugenii. Die Anlage des Belvedere als barockes Beispiel für einen gestalteten Landschaftsraum

13 April 2016

Auditorium 3, Joanneumsviertel, Zugang Kalchberggasse, Graz, Austria

Lecture by Dagmar Probst, Institut für Kunstgeschichte,Universität Graz

Die Ringvorlesung „Raum – Natur – Landschaft“ ist eine erste gemeinsame Lehrveranstaltung der Karl-Franzens-Universität Graz, der Kunstuniversität Graz und der Technischen Universität Graz in Kooperation mit dem Universalmuseum Joanneum.

In Vorträgen aus unterschiedlichen Wissensdisziplinen wird die Bedeutung des Landschaftsbegriffes im Spannungsfeld von Raum und Natur zur Diskussion gestellt. Verstand man in der Romantik die Landschaft als leeren Naturraum, der zur Kultur und zur städtischen Zivilisation den denkbar schärfsten Kontrast bildete, hat sich der Landschaftsbegriff im 20. Jh. stark verändert. Er wurde von der Humangeografie und den Cultural Landscape Studies auch und gerade auf vom Menschen kultivierte Naturräume ausgedehnt und schließlich sogar auf Städte angewandt. In den Künsten ist die ästhetische Befassung mit Landschaft, Raum- und Ortskonzepten von entscheidender Bedeutung.
Wenn wir etwa die gegenwärtigen Künste in den Blick nehmen,
dann werden wir damit konfrontiert, dass eine Landschaft mit Müllhalde
nach wie vor Landschaft ist. Aber welchen Landschaftsbegriff, welchen Raumbegriff haben wir damit? Wenn der Mensch bereits den gesamten Globus so verändert hat, dass man vom Zeitalter des Anthropozäns spricht, ist es dann überhaupt noch sinnvoll, den Naturbegriff zu verwenden? Oder ist Landschaft als allen Lebewesen gemeinsamer Lebensraum dazu eine sinnvolle Alternative?

Source:  http://arthist.net/archive/12228

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