Conference: Johann Lucas von Hildebrandt. Barock –Architektur–Mitteleuropa. Internationale Tagung anlässlich des 350. Geburtstages des österreichischen Barockarchitekten

21-23 November 2018

Theatersaal, Österreiche Akademie der Wissenschaften (ÖAW), Sonnenfelsgasse 19, Vienna, Austria

Veranstalter:  Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW), Institut für kunst- und musikhistorische Forschungen (IKM)

2018 jährt sich der Geburtstag des österreichischen Barockarchitekten Johann Lucas von Hildebrandt (1668–1745) zum 350. Mal. Aus Anlass dieses Jubiläums führt die wissenschaftliche Tagung diverse Aspekte der aktuellen Hildebrandt-Forschung zusammen, um den derzeitigen Erkenntnisstand auszuloten und das Wirken dieses für die habsburgischen Erblande und für Mainfranken bedeutenden Baukünstlers zu bewerten.
Diese Auseinandersetzung mit der Person und dem Œuvre Johann Lucas von Hildebrandts will auch dazu beitragen, das „Ungleichgewicht“ in der wissenschaftlichen Betrachtung bzw. Beurteilung zwischen ihm und seinen Zeitgenossen Johann Bernhard und Joseph Emanuel Fischer von Erlach sowie Balthasar Neumann zu hinterfragen. Die Tagung zu Hildebrandt eröffnet die Möglichkeit, über seine Architektur, die in zahlreichen Kirchen-, Schloss- und Palaisbauten ihren Niederschlag fand, in einer europäischen Perspektive neu nachzudenken.

Mittwoch, 21. November 2018

13.30–14.00 Uhr: Begrüßung
Michael Alram, Vizepräsident der ÖAW
Herbert Karner, ÖAW, IKM
Anna Mader-Kratky, ÖAW, IKM

14.00–15.15 Uhr: Einführendes
Moderation: Anna Mader-Kratky

Peter Heinrich Jahn (Technische Universität Dresden, Institut für Kunst- und Musikwissenschaft): Zum Stand der (jüngeren) Hildebrandt-Forschung: Erfolge, Nachträge und Desiderate

Werner Telesko (ÖAW, IKM): „Schwebende barocke Leichtigkeit“ – das Werk Johann Lucas von Hildebrandts im Spiegel der österreichischen Barockforschung des 20. Jahrhunderts

15.15–15.45 Uhr: Kaffeepause

15.45–17.15 Uhr: Netzwerke
Moderation: Jörg Garms

Giuseppe Bonaccorso (Università degli studi di Camerino sede Ascoli Piceno, Scuola di Ateneo di Architettura e Design “Eduardo Vittoria”): Johann Lucas von Hildebrandt and his Roman apprenticeship with Carlo Fontana: Teachers, Colleagues and Acquaintances

Ulrike Seeger (Universität Stuttgart, Institut für Kunstgeschichte): Hildebrandts Auftraggeber der frühen Jahre. Sein Aufstieg vom Militäringenieur zum Zivilarchitekt im kaiserlichen Wien

Dora Skamperls (Wien): „er ist warhafftich ein wunderlicher man, mit welchem nicht allzu leicht aus zu kommen“ – Johann Lucas von Hildebrandt und die Grafen Harrach

18.00 Uhr: Abendvortrag
Werner Oechslin (ETH Zürich, Institut für Geschichte und Theorie der Architektur [gta]): Hildebrandt und Fischer von Erlach: kunstgeschichtliche Antagonismen und die architektonische Wirklichkeit

Donnerstag, 22. November 2018

9.00–10.30 Uhr: Sakralbau
Moderation: Werner Telesko

Ulrich Fürst (Ludwig-Maximilians-Universität München, Institut für Kunstgeschichte): Die Kuppelkirchen Hildebrandts als Initialbauten der systematisch kurvierten Architektur im Königreich Böhmen – eine folgenreiche Rezeption und was man daraus lernen kann

Jarl Kremeier (Berlin): Hofkirchen und Hauskapellen im Werk des Johann Lucas von Hildebrandt

Herbert Karner (ÖAW, IKM): Der Altarbau in Hildebrandts Kirchen

10.30–11.00 Uhr: Kaffeepause

11.00–12.30 Uhr: Wiener Palastbauten
Moderation: Christian Benedik

Petr Fidler (University of Pardubice, Faculty of Restoration, Department of Humanities): In der Art von Hildebrandt

Peter Stephan (Fachhochschule Potsdam, Fachbereich Stadt | Bau | Kultur): Zwischen Anspruch und Zurückhaltung: das Belvedere in Wien als eine „imperatorische“ Architektur

Anna Mader-Kratky (ÖAW, IKM): Konkurrenz im kaiserlichen Hofbauamt. Planungen für die Wiener Hofburg von Hildebrandt und Fischer von Erlach

12.30–14.00 Uhr: Mittagspause

14.00–15.45 Uhr: Böhmen und Schlesien
Moderation: Jiři Kroupa

Martin Krummholz (Tschechische Akademie der Wissenschaften Prag, Institut für Kunstgeschichte): Die Schlossarchitektur Hildebrandts. Typologie und Rezeption

Petr Mandažiev (Jílové u Děčína): Johann Lucas von Hildebrandts Entwürfe für Sakralbauten in Böhmen

Małgorzata Wyrzykowska (University of Wrocław, Institute of History of art): Works of Johann Lucas von Hildebrandt in Silesia – Works confirmed and attributed

15.45–16.15 Uhr: Kaffeepause

16.15–17.45 Uhr: Innovationen und Rezeptionen
Moderation: Ingeborg Schemper-Sparholz

Thomas Baumgartner (Wien): „dises magnifique glaashaus“ – Die Orangeriebauten Johann Lucas von Hildebrandts

Martin Pozsgai (Technische Universität Darmstadt, Fachbereich Architektur): Stuck von Santino Bussi in Hildebrandt-Bauten. Ornamentale Innovationen im europäischen Kontext

Richard Kurdiovsky (ÖAW, IKM): Hildebrandt-Rezeption in deutschsprachigen Architekturzeitschriften des 19. und frühen 20. Jahrhunderts

Freitag, 23. November 2018

9.00–10.00 Uhr: Hildebrandt in Franken
Moderation: Peter Heinrich Jahn

Stefan Kummer (Universität Würzburg, Institut für Kunstgeschichte): Johann Lucas von Hildebrandt und die Würzburger Residenz

Meinrad von Engelberg (Technische Universität Darmstadt, Fachbereich Architektur): Neumann und Hildebrandt – Konkurrenz oder Synergie?

10.00–10.30 Uhr: Kaffeepause

10.30–11.30 Uhr:
Erich Schneider (Museum für Franken, Festung Marienberg): Joseph Raphael Tatz – Ingenieurleutnant im Spannungsfeld zwischen Johann Lucas von Hildebrandt und Balthasar Neumann

Verena Friedrich (Universität Würzburg, Institut für Kunstgeschichte): „…daß dergleichen schloss undt arbeith in Wien nicht zu finden seyn sollen…“ – Der Kunstschlosser Johann Georg Oegg in Konkurrenz zu Johann Lucas von Hildebrandt

11.30–12.00 Uhr: Schlussdiskussion

Konzept:
Peter Heinrich Jahn, Herbert Karner und Anna Mader-Kratky

Die Teilnahme ist kostenlos. Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung:  kunstgeschichte@oeaw.ac.at.

Source:  https://arthist.net/archive/19357

 

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