CFP: Burg und Siedlung / Burgen und Schlösser im Vogtland

Deadline:  31 October 2017

Gera, Germany

28 April-1 May 2018

Die 26. Jahrestagung der Wartburg-Gesellschaft wird 2018
unter dem Thema „Burg und Siedlung“ im thüringischen Gera stattfinden. Dabei sollen schwerpunktmäßig Wehrbauten und Orte oder zugeordnete Anlagen betrachtet werden, die in unmittelbarer topographischer und/oder funktionaler Beziehung zueinander standen.

Zur Anregung sind folgende Themenfelder vorgeschlagen:

– Versorgungssiedlungen: Wirtschaftshöfe, Vorburgen, Suburbien in ihrem baulichen und funktionalen Kontext zur Burg
– Wehrhafte Siedlungen: Wehrbauten zur Verteidigung von Städten, Dörfern und Siedlungsräumen; slawische Wallanlagen
– Wohnort Burg: Gebäude und Infrastruktur für das Wohnen von Burgherren, Ministerialen und Dienstpersonal in der Burg bzw. Vorburg
– Burg und Stadt: Adelsburgen als Ausgangspunkte der Stadtentwicklung; Amtsburgen als Teil des Stadtkörpers; Lage, Gestalt und Funktion von Stadtburgen; wirtschaftliche und soziale Relationen zwischen Hof und Stadt an Residenzorten
– Burgenbau und Landesausbau: Rolle der Burgen bei der Erschließung und Sicherung neuer Siedlungsgebiete

Als eine der wichtigsten Residenzen der Familie der Vögte von Weida gehörte Gera historisch gesehen zum Vogtland, dem Herrschaftsgebiet dieser weit verzweigten Dynastie, das sich in veränderlicher Ausdehnung über ein großes Gebiet im heutigen Südwestsachsen, Ostthüringen und Nordfranken erstreckte. Dieser Raum und seine östlichen Nachbarregionen einschließlich Tschechien, von der älteren historischen Forschung vor allem als Gebiet der „deutschen Ostkolonisation“ betrachtet, sollen mit ihrer besonderen Charakteristik als Kontaktzone slawischer und deutscher Kultur, aber auch als Experimentierfeld hochmittelalterlicher Bau- und Siedlungstätigkeit den regionalen Schwerpunkt der Tagung bilden. Eine Reihe bemerkenswerter Befunde auf den Burgen in Weida und Greiz hat in den letzten Jahren die Bautätigkeit der Vögte in den Fokus der Burgenforschung gerückt. Die Landesteilungen unter den Reußen in der frühen Neuzeit haben zudem vor allem im thüringischen Vogtland eine eindrucksvolle Schlösserlandschaft entstehen lassen, die ebenfalls in den Blick genommen werden sollte.

Anmeldungen für Kurzvorträge (max. 20 min + Diskussion) zum Themenkomplex „Burg und Siedlung“ sowie über aktuelle Forschungen zu Burgen und Schlössern im Vogtland und den angrenzenden Regionen mit kurzem Exposé (ca. 2.000 Zeichen) werden erbeten an:

Dr. Christine Müller, 07589 Lindenkreuz, Nr. 43 / christine.mue@t-online.de

Source:  https://arthist.net/archive/16046